1 Rabe und 2 Tauben
Was wir mitnehmen

Vom 24. Januar bis Ende März stellen die Künstlerin Andrea Mohr und der Künstler Bertolt Mohr in der Christuskirche aus.

Andrea Mohr

„Ich bin Malerin und Objektkünstlerin. Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Verbindung von Vergangenem und Gegenwärtigem. Diese Zeit-Reise-Phänomene finden erzählerisch auf Leinwand und auf meinen Holzobjekten statt.“

Andrea Mohr arbeitet mit Symbolen – das Kreuz, der Schlüssel und auch das Boot. „Boote in verschiedener Weise gestaltet auf ihren Bildern und auf ihren Fundstücken sind vermutlich von Menschen das älteste geschaffene Fortbewegungsmittel…, mit dem die Menschen sich vor vielen Tausenden von Jahren von Afrika aufgemacht und die Erde bevölkert hatten, was hatten sie mehr als die Hoffnung, die Annahme, hinter dem Horizont geht es weiter!“ (Irene Dänzer-Vanotti) So ist auch die Bibelgeschichte von der Arche immer ein Bild für Vertrauen, Hoffnung und Zukunft.

In ihren Holzobjekten widmet sich Andrea Mohr dem Medium des Schwemmholzes. Dem nahegelegenen Rhein entnommen, Wohn- und Atelierhaus liegt direkt an der Urdenbacher Kämpe, kommen die Hölzer nach einer langen Reise als ein Stück künstlerischen Gutes an die Ausstellungswand. Mit weißem Kreidegrund als minimalistischem Ansatz oder mit Edelmetallen versehen, wird der organische Stoff zum Kunstwerk erhoben. Geformt, geschliffen, zu Kohle verbrannt, nachdem er der Strömung und dem Wasser ausgesetzt war und man nicht weiß, woher er kommt und wie lange er auf Reisen war.

Auf den Bildern zeigt sich der Horizont als Fluss durch ein Blattsilberband. Das ist der Blick aus dem Fenster. Mit Ölfarben und losen Pigmenten entstehen die Rheinlandschaften mit Baumgruppen, Booten, Menschengruppen, das, was über Jahrhunderte die Ufer des Flusses ausmacht.

Bertolt Mohr

„Meine Objekte bestehen aus Relikten unserer Konsumgesellschaft, die ich verändere, um ihnen einen anderen Charakter zu geben. Meine Zeichnungen sind Momentaufnahmen von Blicken innerer Bilder“.

Mohrs Objekte bestehen aus Fundstücken, die er durch einfache malerische oder plastische Eingriffe verändert und ihnen in Verbindung mit anderen Materialien eine neue Poesie gibt. Er benutzt Polster, Stuhllehnen, Teile von Möbeln, um sie in einen neuen Zusammenhang zu setzen.

Bertolt Mohrs Installationen sind fragile Konstruktionen aus bearbeiteten Hölzern, die in den Raum greifen, auf ihn eingehen und ihn verändern.

In seinen Aufführungen versucht Mohr, den Ort und seine Besonderheit klanglich auszuloten. Dabei geht er intuitiv auf die Suche nach Gegenständen, die zum jeweiligen Ort gehören, und baut mit ihnen Skulpturen, die ihm ebenfalls als Klangkörper dienen.

So schafft er mit einfachen Alltagsgegenständen, wie z.B. Tisch, Stuhl, Eimer, Tonne, Klangbilder, die den Raum zum Schwingen bringen.