Musik Videos & Audios

Frohe Ostern wünsche ich Ihnen und Euch mit fünf Melodien zu dieser Festzeit! Vor einem Jahr habe ich dieses Video zusammen mit den Geigerinnen Theresa Bothe, Lena Flaig und Paula Reimann aufgenommen. Gut möglich also, dass Ihr/Sie es schon gesehen haben. Doch ich finde es auch beim wiederholten Anschauen und Anhören schön. Es enthält drei bekannte Lieder im modernen Gewand. Michael Schütz arrangierte diese Begleitsätze zu eg 112 (“Auf, auf, mein Herz, mit Freuden”, eg 116 (“Er ist erstanden, Halleluja!) und eg 100 (“Wir wollen alle fröhlich sein”). Wenn Sie mögen, legen Sie Ihr Gesangbuch bereit, finden Sie die Texte im Internet oder summen Sie einfach mit. Zwischen diesen Liedern spiele ich zwei kurze Orgelstücke von Johann Sebastian Bach über “Erschienen ist der herrlich’ Tag” (eg 106) und “Christ ist erstanden” (eg 99). Viel Osterfreude beim Schauen und Hören! Ihr/Euer Bertold Seitzer

Erinnert sich noch jemand an diese TV-Werbung? Ein Paketbote kommt in eine Fabrik- oder Werkshalle, es scheint aber niemand da zu sein, um die Lieferung anzunehmen. Er versucht, durch Sprechen oder Rufen Aufmerksamkeit zu bekommen, doch ohne Erfolg. Dann kommt’s: Er singt mit Opernsängerstimme “Halloooooo …” – und augenblicklich erscheint jemand, um das Paket in Empfang zu nehmen. So ist das mit dem Singen: Es ist einfach viel, viel intensiver als Sprechen. Das gilt für Paketlieferungen wie für Psalmen. Psalmen waren ursprünglich Gesänge. Heutzutage werden sie in Gottesdiensten meist geprochen. Es gibt Lieder auf der Grundlage von Psalmen – ein bekanntes und schönes Beispiel ist dieses:

Doch es gibt auch noch die mittelalterlichen Melodien, auf die Psalmen gesungen werden können, einige davon auch im eg (Evangelischen Gesangbuch). Und ich finde, es ist ein besonderes Erlebnis, Psalmen in diesen schwebenden gregorianischen Weisen zu hören und zu singen.

Ich möchte Euch und Ihnen gerne in einem Zoom-Treffen am Aschermittwoch, 2. März um 19.30 Uhr die Möglichkeit geben, ca. 30 Minuten lang einen oder zwei Psalmen zu singen und auf diese Weise neu kennenzulernen. Sie können/Du kannst ganz unbefangen hören, singen, ausprobieren, denn bei ausgeschaltetem Mikro am heimischen Rechner oder Smartphone kann man sängerisch ganz für sich und doch mit Anderen verbunden bleiben.

Wer daran teilnehmen möchte, schicke mir bitte (bis 28. Februar) eine Mail (Gerne mit dem Betreff Psalmen-Singen, dann finde ich sie leichter im Mail-Meer …): bertold.seitzer@ekir.de

Am Vormittag des 2. März schicke ich dann ebenfalls per Mail den Zoom-Link und Texte für die Teilnahme an alle, die sich bei mir gemeldet haben. Probiert es/probieren Sie es aus – es kann nichts schief gehen. Man braucht dazu auch keine Opernsängerstimme … Ich freue mich darauf!

Herzlichen Gruß, Ihr/euer Kantor Bertold Seitzer

Vielleicht hat sich manche:r gefragt, wie die Orgelmusik klingt, die in dem Video, das die Gemeinde Leverkusen-Mitte kurz vorstellt (“Du bist Pfarrer:in?”), zu sehen, aber nicht zu hören ist? Oder vielleicht hat sich das niemand gefragt? Wie auch immer, hier ist sie zu sehen und zu hören: Eine Toccata in d, aber nicht diese ganz berühmte, die sehr wahrscheinlich von J.S. Bach ist, sondern eine, die kaum jemand kennt. Ich habe sie ausgewählt, weil sie viel Finger- und Fußarbeit verlangt und zeigt. Im lateinischen Wort Toccata steckt, übersetzt, das Wort schlagen. Die Orgel schlagen, hieß es früher, als die Orgeltasten noch faustbreit waren, und auch noch später, als die Mechanik der Spieltrakturen um einiges schwergängiger war als heute. In dieser Toccata kann man sehen, dass Tasten bei manchen Stücken auch heutzutage geschlagen werden. Der Heidelberger Komponist Kurt Boßler (1911 – 1976) hat diese Musik geschrieben, und ich habe sie in meiner ersten Studienzeit in Heidelberg kennengelernt. Die Witwe des Komponisten schenkte mir die Noten, und ich spielte das Stück zum ersten Mal in der Kirche ihres damaligen Wohnortes, wo ich nebenamtlicher Organist war. Seither spiele ich es immer wieder gerne, denn die feinherben, etwas sperrigen Klänge und Akkorde und die ausgeprägten rhythmischen Akzente haben es mir sehr angetan. Ein 2-minütiges Feuerwerk, auch sehr passend zum noch fast neuen Jahr. Ich wünsche Ihnen und Euch viel Freude beim Hören (wie immer am besten mit Kopfhörern) und Sehen! Und ich wünsche uns und hoffe auf viele gute musikalische Begegnungen in diesem Jahr!

Euer/Ihr Kantor Bertold Seitzer