Ausstellung: “Heimatgefühle”
Für die meiste Menschen ist Heimat eine Art geerdeter Paradiesgarten. Sie wird als eine Erzählung von einer friedvollen, gleichermaßen überschau- wie beherrschbare Idylle in Szene gesetzt, bei deren Entstehung Verehrung und Verklärung Hand in Hand zusammengearbeitet haben. Heimat steht für Vertrautheit, Zufriedenheit, für Zugänglichkeit, für Wärme und Erfüllung. Heimat, wenn sie denn nicht verloren, gefährdet und bedroht oder zerstört ist, wird gerne als ein Stück „Glück auf Erden“ wahrgenommen.
Die beiden Leverkusener Fotografen Wolfgang Heep und Johannes Seibt thematisieren in ihren Bildern „Heimatgefühle und spüren einem Phänomen nach, das in einer schnelllebigen und krisengeschüttelten Zeit die Menschen nachdrücklich beschäftigt.
Wolfgang Heep
Geboren 1963 in Leverkusen–Steinbüchel. Ausbildung zum Biologielaboranten und Studium Gartenbau mit Schwerpunkten Obst- und Gemüsebau. Zusätzlich Studium der Fotografie an der Fotoakademie Köln. Geschäftsführer des Fotovereins VFkB Leverkusen e.V. und Mitglied des Künstlerverein Bunker Karlstraße e.V. Heep bevorzugt fotografische serielle Arbeiten und Dokumentationen bzw. Reportagen und arbeitet gerne an Porträts. Er ist regelmäßig an Gruppenausstellungen des VFkB Leverkusen e.V. beteiligt und nimmt an Ausstellungen im Bunker in der Karlstraße teil. Heimatgefühl war in seinem Leben immer sehr wichtig. Sowohl im Zivildienst in Kassel, im Studium im Rheingau als auch in unzähligen Dienstreisen war es ihm immer wichtig, in eine gewohnte Umgebung zurückzukommen, um hier mit langjährigen Freunden das Lebensumfeld aktiv zu gestalten. Wolfgang Heep fühlt sich tief verwurzelt in Leverkusen bis hin zur Treue zu dessen Dorfverein.

(Foto „Am Fenster“)
Johannes Seibt
Geboren 1956 in Gelsenkirchen. 1966 Umzug nach Leverkusen. Studierte Kommunikationsdesign an der Uni Essen (Grafikdesign, Fotografie, Illustration) mit Abschluss Diplomdesigner. 1984-1986 freiberuflicher Grafiker und Illustrator, von 1987 bis 2016 in der Buchverlagsbranche tätig. Seit 2006 ist Seibt aktives Mitglied im Künstlerverein Bunker Karlstraße. Er blickt auf verschiedenen Fotoausstellungen zurück, u. a. 2006 „Ertrotzte Idylle – Schrebergärten zwischen den Gleisen“. 2016 erscheint das Buch “111 Orte in Leverkusen“, in dem alle Fotografien von ihm sind. Seit 2017 ist er freiberuflicher Grafikdesigner im Kunstbuchbereich. Johannes Seibt wohnt und arbeitet in Leverkusen.

(Foto „Marias Haus“)
